Von Sandra Schink

Manche Reisen tritt man nur zögerlich an. Der November 2018 war traurig. Das nassgraue Wetter hüllte ihn in eine morbide Kulisse. Die kurzen Tage, in denen das Tageslicht kaum von der Dämmerung zu unterscheiden ist, waren für einen einsamen Roadtrip, wie er nun vor mir lag, wenig einladend.
Und doch war vielleicht all das genau richtig so.

Ich fahre im faden Herbstlicht los, das nur mit Mühe die Farben des übrig gebliebenen Laubs auf den Bäumen verstärken kann. Nach zehn Minuten Landstraße gehe ich in der Auffahrt auf die A24 in den S-Mode des Audi A3 Sportback und drücke aufs Gaspedal, um den parallel zur Auffahrt rollenden LKW schnell hinter mir lassen zu können. Ich fädle mich auf die LKW-Spur ein und beschleunige nochmal, um mich dem Tempo der Fahrzeuge auf der mittleren Spur anzupassen. Und dann nochmal, um auf die linke Spur zu wechseln. Ich genieße den Schub auf 180 bis zum ersten Tempolimit. Dann aktiviere ich die Assistenten und lasse mich auf der Mittelspur mit dem Verkehr treiben.

Der Düsseldorfer Vorort, in dem im aufgewachsen bin, begrüßt mich mit Dunkelheit und Regen, aber auch mit Mama und guten Freundinnen. Bevor ich mich zwei Tage später auf den Weg nach Frankfurt mache, fahre ich die Straßen im Düsseldorfer Medienhafen ab. Wieviel sich hier seit meiner Jugend verändert hat. Damals, als es noch den Alten Zollhof gab, mit seinen Parties und seinen Künstlern und seinen Bewohnern, damals träumten wir davon, dass dieser ganze Hafen eines Tages uns gehören würde. Dass wir aus den alten Fabriken großzügige Ateliers und Studios machen würden, inspirierend, hell, verrückt und einladend für all die kreativen Menschen, die in Düsseldorf ihre Basis suchten. Ich wäre ganz oben im Turm der alten Weizenmühle eingezogen. Mein Loft hätte ausgesehen wie das von Connor McLeod in New York. Es ist anders gekommen.

Ich verlasse den Hafen und fahre auf der Südbrücke über den Rhein. Ich werfe noch einen Blick nach rechts über den Rhein auf die Eisenbahnbrücke, hinter der sich die Reste der alten Hammer Brücke verstecken. Im Radio laufen die Red Hot Chili Peppers mit “Under the Bridge.”

Zweieinhalb Stunden später rolle ich kurz vor Frankfurt auf der A3 langsam durch den Stau. Während das Auto für mich Abstand hält und hinter meinem Vordermann bleibt, wie ein braves Reitschulpony, spiele ich erneut die eine Playlist ab. Aus den B & O-Lautsprechern klingen glockenhell die sanft fordernden Stimmen von Gary Cherone und Nuno Bettencourt: “Saying I love you is not the words I want to hear from you…

Audi A3 Roadtrip Frankfurt

Südfriedhof Frankfurt

Der Stau löst sich auf, mein Vordermann beschleunigt auf über 65 km/h. Der Stauassistent fordert mich auf, wieder die Lenkung zu übernehmen. Ich wechsle kurz darauf am Offenbacher Kreuz die Autobahn und fahre ab Richtung Frankfurt Innenstadt. Gary und Nuno fragen: “What would you say if I took those words away. Then you couldn’t make things new …” Die letzten Akkorde verklingen. Ich bin angekommen und schalte den Motor ab..

…♥…___

Auf Wiedersehen, Frankfurt

Irgendwann später steige ich wieder ins Auto. Ich bleibe noch einen Moment sitzen und höre auf meinen Atem. Eine Zeit lang tue ich nichts anderes. Doch bald höre ich auch die Autos wieder auf der Straße an mir vorüber ziehen. Die Dämmerung Audi A3 Roadtrip Frankfurtwirft ein blaues Licht auf die Stadt. Ich werde nicht gleich nach Darmstadt aufbrechen, sondern das Mainufer besuchen. Ich starte den Motor. Das letzte Lied auf dieser Playlist stimmt an. Und in einem sehr vertrautem Tonfall höre ich Marius’ Stimme: “Bitte sei doch nicht gekränkt, dass ich mir nicht mein Hirn verrenk, was nun morgen wird aus uns – komm, lass uns leben.”

Es ist sein letzter Gruß.

Abends in Darmstadt

Ich kenne Darmstadt nicht. Und ich erreiche es in der Dunkelheit. Doch die Herzen und die Heiterkeit meiner Darmstädter Freunde empfangen mich warm und entwaffnend, und bald finden wir uns ein bei einem guten Essen und einem guten Wein und bei langen und guten Gesprächen. Was soll’s. Ich lebe.

Bei Tageslicht finde ich mich an einem großen Platz wieder, der mit seiner betonierten Trostlosigkeit das fade Herbstlicht unterstreicht. Nichts erinnert daran, dass der Georg-Büchner-Platz wohl einst ein botanischer Garten war. Auch die schmalen, parallel angeordneten Rasenstreifen nicht. “Aufgeräumt und weit” feiert ein Architektur-Magazin die hallende Öde. Ich nutze die minimalistische Kulisse für ein paar Fotos und mache noch einen Abstecher zur Mathildenhöhe. Ich nehme mir vor, im Sommer wiederzukommen und mache mich auf den Weg nach Würzburg. Freddie Mercury singt: “The Show must go on.

Über Land durch den Wald – besser ohne Assistent

Da ich Zeit habe, nehme ich die Landstraße. Und hier erlebe ich die Schwächen des Active Lane Assistants. Auf der Autobahn und auf den sanft schwingenden Landstraßen Schleswig-Holsteins schätze ich diesen Assistenten sehr. Dort reicht es, die Hand unten ins Lenkrad zu legen und ab und an ein wenig fester zuzupacken, um dem Auto zu versichern, dass ich noch da bin. Dann hält der Assistent das Auto recht zuverlässig mittig der Spur und nur in echten Kurven muss ich auch wirklich Hand anlegen.

Hier auf den gut ausgebauten, aber kurvenreicheren und hügeligen Strecken in den hessischen und bayerischen Wäldern muss ich nun dauerhaft kraftvoll zupacken. Denn wenn ich mich hier zu sehr auf den Assistenten verlasse, lande ich schnell auf der Gegenfahrbahn oder im Graben. Mich ärgert das.

Denn ich weiß, dass es schon besser geht. Bereits vor zwei Jahren erlebte ich im Forschungsfahrzeug Jack eine autonome Souveränität, der ich problemlos eine gesamte Autobahnstrecke anvertrauen würde.

Innerhalb von Minuten vertraute ich dem Autopiloten des Audi A7 so vollkommen, dass ich mich zu gern noch stundenlang von ihm hätte chauffieren lassen. Das Auto wechselte bei Bedarf die Spur, überholte vorausfahrende Fahrzeuge, nahm Kurven locker, passte sein Tempo den gegebenen Vorgaben an und entschied, von auf der rechten Spur fahrenden LKWs etwas mehr Abstand zu halten – so wie ich es als Fahrerin auch selbst machen würde.

Auch wenn es sich bei Jack um ein Forschungsfahrzeug handelt, das für die Fahrten auf Autobahnen optimiert wird: Die Technologie ist fraglos längst so weit, dass auch ein Spurhalteassistent auf kurvigen Landstraßen die Mitte halten könnte – und nicht Billard mit dem Auto spielt. Auch, wenn es sich “nur” um einen Assistenten handelt.

Bürokratie bremst

Ja, ich weiß, es gibt da diese Lenkungsnorm ECE-R 79, laut der ein konstanter Lenkungseingriff durch das System bisher verboten ist. Das bedeutet: Korrigieren, wenn man auf eine Fahrbahnbegrenzung zurollt, das ist okay. Aber das Auto dauerhaft mittig auf der Spur halten, das ist nicht erlaubt. Aber ist diese Regelung angesichts heutiger technologischer Möglichkeiten noch zeitgemäß? Als Fahrerin muss ich auf der Landstraße eh aufmerksam bleiben, denn ich überwinde Kreisverkehre, passiere Dörfer, muss abbiegen. Meine Aufmerksamkeit ist also eh gefragt. Der Spurhalteassistent dürfte mir da gern ein bisschen mehr Arbeit abnehmen – wenn er es denn dürfte.

Es entbehrt nicht einer gewissen Ironie, dass es schon Technologien gibt, die für mehr Sicherheit auf den Landstraßen sorgen könnten, es aber noch in den Sternen steht, wann die europäischen und auch die internationalen Gesetzesmühlen synchron laufen und sich einigen können, diese Technologien auf die Straßen zu lassen…

Das Internet ist ein Geschenk. In Würzburg verbringe einen wunderbaren Abend mit alten Online-Freunden und vielen Weißt-Du-noch-Geschichten aus einer verrückten Forenzeit.

Hinter mir liegen jetzt gut 900 Kilometer. Der Audi A3 macht Spaß, kommt gut vom Fleck, und ich bin immer noch nicht müde. Am Morgen sammle ich einen Kollegen ein. Und dann starten wir gemeinsam zur Messe nach Nürnberg. Es tut gut nicht mehr alleine fahren zu müssen. Überraschenderweise sind noch einige Leute mehr zur Messe unterwegs, und ein Stau zwingt uns, von der Autobahn auf die Landstraße zu wechseln. Wir kommen später als geplant an, und Fotos in Nürnberg müssen leider ausfallen.

Nach einem langen Messetag in Nürnberg geht es straight zurück nach Hause. Naja, nicht ganz so straight: Ich fahre mit einem Kollegen zurück, und gemeinsam haben wir noch einen kleinen Kurierdienst übernommen, der uns einen Umweg von rund 150 Kilometern beschert. Insgesamt fahren wir in dieser Nacht 762 Kilometer. Wir wechseln uns ab.

Der Kollege, der sonst einen bodenständigen Franzosen fährt und mich gern mit meiner Audi-Obsession aufzieht, bekommt das Grinsen nicht aus dem Gesicht, als er am Steuer sitzt und das Gaspedal durchdrückt.

Angekommen nach 1.800 km mit den Audi A3

Ich komme irgendwann nachts zuhause an. Hinter mir liegen nach fünf Tagen gut 1.800 Kilometer. 1.800 Kilometer voller Geschichten. Und voller Geschichte. Voller Erinnerungen. Einem Abschied für immer. Vieler Gedanken, die sich um Fragen kreisten, die mir in diesem Leben niemand mehr beantworten wird.

Es waren auch Tage voller Wärme und guter Gespräche. Voller Tränen und vollstem Lachen. Und ich umarme Euch alle, Euch da draußen überall auf meinem Weg und danke Euch dafür, dass Ihr seid wie Ihr seid. Ihr habt mit gezeigt, dass es nicht wichtig ist, wie oft wir uns sehen. Sondern wie wir uns fühlen, wenn wir zusammen sind.

Denn Zeit spielt keine Rolle. Das Einzige, was zählt, ist das Leben.

Tech Specs

Audi A3 Sportback sport 2.0 TFSI quattro S tronic, 190 PS

Preisübersicht

  • Grundpreis – 29.159 Euro

  • Audi connect Navigation/Infotainment – 3 Jahre

  • Virtual Cockpit

  • Fußgängererkennung

  • Anschlussgarantie 3 Jahre – max. 100.000km

  • MMI Navigation plus – mit MMI touch

  • Fernlichtassistent

  • LED-Scheinwerfer

  • Scheinwerferreinigungsanlage

  • Extras

  • Nanograu Metallic – schwarz-schwarz/schwarz-schwarz/schwarz/felsgrau
    579,83 Euro

  • Technology Selection – 2.521,01 Euro

  • Sitzheizung vorn – 126,05 Euro

  • Mittelarmlehne vorn -126,05

  • Lendenwirbelstütze mit Massagefunktion – für den Fahrersitz 302,52 Euro

  • Komfortschlüssel – mit keyless go 344,54 Euro

  • Audi Matrix LED-Scheinwerfer – 1.504,20 Euro

  • Rücksitzbank ungeteilt – Lehne geteilt, umlegbar, dreiteilig mit Mittelarmlehne 210,08 Euro

  • Bang & Olufsen Soundsystem – 663,87 Euro

  • Interieurelemente – Kunstleder, 243,70 Euro

  • Assistenzpaket – 1.470,59 Euro

  • Dachreling – eloxiert 222,69 Euro

  • Audi pre sense basic – 168,07 Euro

  • Digitaler Radioempfang – 252,10 Euro

  • Multifunktions-Sportlenkrad – im 3-Speichen-Design unten abgeflacht, mit Schaltwippen 189,08 Euro

  • Aluminium-Gussräder  – im 4-Arm-Kinetik-Design, Größe 7 5 J x 17 mit Reifen 225/45 R 17, 226,89 Euro

  • Außenspiegel – elektrisch einstell-, beheiz- und anklappbar, beidseitig autom. abblendend inkl. Bordstenautomatik für die Beifahrerseite, 323,53 Euro

  • Audi Phonebox – 285,71 Euro

  • Komfortklimaautomatik – 495,80 Euro

  • Assistenzpaket – inkl. Stau- und Notfallassistent + Sideassist, 445,38 Euro

  • Audi magnetic ride – 823,53 Euro

  • Ablage- und Gepäckraumpaket – 151,26 Euro

  • S-Dachkantenspoiler – 214,29 Euro

  • Glanzpaket – 159,66 Euro

  • Progressivlenkung – 235,29 Euro

  • Lichtpaket – 201,68 Euro

  • Innenspiegel – automatisch abblendend, 109,24 Euro

  • Alcantara/Leder-Kombination – automatisch abblendend, 924,37 Euro

  • Gesamtpreis netto – 42.840,33 Euro

  • MwSt. – 8.139,66 Euro

  • Gesamtpreis brutto – 50.979,99 Euro

Transparenzhinweis

Der Audi A3 kommt aus der Testwagenflotte für Medienvertreter direkt von Audi. Audi hat mir das Fahrzeug zum Testen zur Verfügung gestellt. Ich bin damit keine Verpflichtung eingegangen. Benzinkosten wurden von mir selbst übernommen. Es gibt keine Honorierung für diesen Artikel.